Werner Otto

DER MÄZEN

Seinen unternehmerischen Handlungsspielraum und seine vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten empfand Werner Otto stets auch als soziale Verpflichtung und gesellschaftspolitische Aufgabe. Vereinfacht gesagt: Er wollte seine großen Erfolge – auch die finanziellen – mit anderen teilen und der Gesellschaft etwas zurückgeben.

"Werner Otto ist ein Unternehmer, der sich seiner sozialen und politischen Verantwortung bewusst war und – auch im größten Erfolg – geblieben ist", schrieb Altbundeskanzler Helmut Schmidt über seinen langjährigen Freund.

Werner Otto war dabei gezielt vorgegangen. Getreu seinem oft zitierten Satz "Erst kommt der Mensch", setzte er sein Geld zunächst für diejenigen ein, die immer wieder als die Schwächsten der Gesellschaft bezeichnet werden: die Kinder.

Um wirkungsvoll helfen und menschliche Not lindern zu können, gründete er 1969 die "Werner Otto Stiftung". Diese medizinische Stiftung springt insbesondere dort ein, wo der Staat aus finanziellen Gründen nicht oder nicht schnell genug Gelder zur Verfügung stellt. Insbesondere die Fähigkeit, schnell zu entscheiden und zu handeln, ist eine Stärke der privaten Forschungsförderung, die manches wichtige Programm vor dem Abbruch auf halbem Wege rettet.

Ein weiteres Projekt der Werner Otto Stiftung ist das wissenschaftliche Behandlungszentrum für Krebskrankheiten im Kindesalter an der Universitätskinderklinik Hamburg-Eppendorf, das zahlreichen leukämiekranken Kindern das Leben gerettet hat.

Angeregt durch einen Bericht des Kinderarztes der Familie über hervorragende Heilungserfolge bei Kindern in den USA gründete Werner Otto 1974 das Werner Otto Institut auf dem Gelände der Stiftung Alsterdorf, Hamburg, die erste und bisher einzige Spezialeinrichtung Norddeutschlands, die sich ausschließlich der Früherkennung und Behandlung entwicklungsgestörter oder behinderter Kinder und Jugendlicher widmet.

Für hervorragende wissenschaftliche Leistungen wird alle zwei Jahre der Preis der Werner Otto Stiftung zur Förderung der medizinischen Forschung an in Hamburg tätige Forscher und Ärzte verliehen. Seit 1996 gibt es das "Werner Otto Stipendium zur Förderung des medizinischwissenschaftlichen Nachwuchses an der Universität Hamburg". Ehemals hörbehinderte Kinder und Jugendliche lernen nach einer Cochlear-Implant-Operation im Werner Otto Haus in Berlin wieder hören.

Darüber hinaus fördert seine Stiftung jedes Jahr eine Vielzahl von Maßnahmen zur Förderung der medizinischen Forschung in Hamburg.

Dem Prinzip gelebter gesellschaftlicher Verantwortung war Werner Otto auch auf anderen Gebieten gerecht geworden. So hatte er schon sehr frühzeitig die Notwendigkeit eines verantwortungsbewussten Umgangs mit der Natur vertreten und den Naturschutz gefördert. Der amerikanischen Harvard-Universität stiftete Otto einen Museumsneubau für die Unterbringung der Kunst deutschsprachiger Expressionisten, die Werner Otto Hall.

In seinem Geburtsort Seelow, wo die letzten schweren Kämpfe mit 50.000 Toten am Ende des zweiten Weltkrieges stattfanden, ließ Werner Otto den Kirchturm wiederaufbauen und das Kirchenschiff erneuern. In Potsdam wurde dank der Unterstützung durch Otto das Belvedere auf dem Pfingstberg renoviert. Im Jahr 2003 spendete Werner Otto dem Konzerthaus am Berliner Gendarmenmarkt 4,5 Millionen Euro. Mit dem Geld wurde ein großer, kaum genutzter Raum so umgestaltet, dass daraus der Werner-Otto-Saal werden konnte, der heute für Kammerkonzerte, Bankette oder Proben genutzt werden kann.

In Hamburg hat Otto die Neugestaltung des Jungfernstiegs unterstützt, sodass der in die Jahre gekommene Boulevard umgestaltet werden konnte und heute wieder im neuen Glanz erstrahlt.

Für sein unternehmerisches und soziales Engagement erhielt Werner Otto diverse Auszeichnungen und Orden, u. a. das Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, die Ehrendenkmünze in Gold sowie die Bürgermeister-Stolten-Medaille des Hamburger Senates und den Ehrentitel Professor der Freien und Hansestadt Hamburg, die Ernst-Reuter-Plakette des Senates Berlin, den 1. James-Simon-Preis sowie den Preis der Konrad-Adenauer-Stiftung für "Soziale Marktwirtschaft" für sein unternehmerisches Handeln; er ist Ehrendoktor und Ehrensenator der Universität Hamburg sowie Laureat der Hall of Fame im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn.

2009 erhielt Otto den "Lifetime Achievement Award" des "CEE Real Estate Award" für seinen bedeutsamen Beitrag zum Immobilienmarkt in Mittel- und Osteuropa.

Am 11. August 2009 wurde ihm die Berliner Ehrenbürgerwürde verliehen.

"Der Forschung dienen, dem Menschen helfen!"

Die Werner Otto Stiftung

Die Werner Otto Stiftung, gegründet 1969 fördert die medizinische Forschung an Hamburger Krankenhäusern. Ein Schwerpunkt liegt dabei im Engagement für kranke oder behinderte Kinder. Obwohl gerade diese Kinder und ihre Familien vom Schicksal oft hart betroffen sind, stehen sie als Minderheit meist nicht im Vordergrund des öffentlichen Interesses. Daher ist für sie private Hilfsbereitschaft besonders wichtig.

» Werner Otto Stiftung

"Gebt Kindern die optimale Starthifle zum Leben"

Das Werner Otto Institut

1974 wurde im Auftrag von Werner Otto auf dem Gelände der Evangelischen Stiftung Alsterdorf (damals noch Alsterdorfer Anstalten) die erste Spezialeinrichtung Norddeutschlands eröffnet, die sich ausschließlich der Früherkennung und Behandlung entwicklungsgestörter oder behinderter Kinder und Jugendlicher widmet.

» Werner Otto Institut

"Zu allen Projekten habe ich einen persönliche Beziehung"

Das Werner Otto Haus

Mit einem fröhlichen Fest wurde im Sommer 2000 in Berlin-Neukölln das „Werner Otto Haus“ eröffnet. Die renommierte „Beratungsstelle für Hörbehinderte“ hatte damit einen dringend benötigten, hochmodernen Erweiterungsbau erhalten.

» Centrum für Cochlear Implant Rehabilitation


"Viele Wunden sind verheilt"

Ein Stück Kindheit wird gerettet: die Kirche von Seelow

Die Restaurierung der Seelower Kirche, seiner Taufkirche, ist ein besonders eindrucksvolles Beispiel für Werner Ottos Art, anderen zu helfen – mit dem Wiederaufbau wurde versucht, eine schreckliche Wunde aus den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges symbolisch zu heilen. Nach 53 Jahren gab es in Seelow wieder ein Glockengeläut.

"Berlin bedankt sich"

Der Werner-Otto-Saal im Berliner Konzerthaus

2003 wird der Werner-Otto-Saal im Berliner Konzerthaus eröffnet, für dessen Ausgestaltung Werner Otto 4,5 Millionen Euro gestiftet hatte. Der Saal, der seit der achtmonatigen Umgestaltung Platz für 280 Besucher bietet, kann heute als Probenraum, für Bankette, Theater und Kammermusik gentuzt werden.
Die Stadt Berlin ehrt ihn mit der Ernst-Reuter-Plakette.

» Konzerthaus Berlin

"Wir sollten das jetzt mal fertig bauen,
ich übernehme auch noch den anderen Turm"

Schön wie einst: das Belvedere

Das frisch renovierte Anwesen wurde im Juni 2003 vom damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau eröffnet. Werner Otto hatte nicht nur diese Kosten übernommen. Die Einweihung wurde mit einem rauschenden Fest gefeiert, an dem auch Bauarbeiter, Anwohner und sonstige gute Geister teilnahmen. Der Mäzen selbst und seine Frau Maren setzten sich damals mitten unter die Gäste an einen der langen Tische. Bei einem frisch gezapften Bier ließ sich Werner Otto noch einmal ausführlich über die zurückliegenden Arbeiten informieren.

» Pfingstberg Potsdam

"Hamburg braucht den Jungfernstieg,
er ist wichtig für die Entwicklung dieser Stadt"

Der Hamburger Jungfernstieg im neuem Glanz

Im Jahr 2002 stiftete Werner Otto vier Millionen Euro für den Verein "Lebendige Jungfernstieg", der es sich zum Ziel gemacht hat, den gleichnamigen Boulevard an der Hamburger Binnenalster wieder in altem Glanz erstrahlen zu lassen.

» Lebendiger Jungfernstieg

"Mut und Entscheidungsfähigkeit bestimmen das Schicksal"

Werner und Maren Otto Stiftung

Gegründet im September 2009 ist der Zweck der Stiftung die Förderung der Altenhilfe, insbesondere in Berlin und Brandenburg. Schwerpunkt sollen Einrichtungen der Altenhilfe einschließlich der Verbesserung der Ausbildung von Pflegepersonal sein.

» Werner und Maren Otto Stiftung

"Nicht nur an Umsatzzahlen und Produktions-ziffern wird der moderne Unternehmer gemessen, sondern immer mehr auch daran, was er aus sozialer Verantwortung heraus bereit ist, für die Gesellschaft zu tun."

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1963 stiftet Werner Otto einen Spielplatz in Hamburg-Hamm.
Der damalige Innensenator Helmut Schmidt erklimmt mit ihm
gemeinsam eine Rutsche.

 

Werner Otto

Das Werner Otto Institut in Hamburg. 1999 wurde auch der
dringend benötigte Erweiterungsbau von Werner Otto finanziert.

 

Werner Otto

Juni 2000: Werner Otto mit ehemals hörgeschädigten Kindern
im Berliner Werner Otto Haus.

 

Werner Otto

Mäzen Werner Otto im November 1997 vor seiner Taufkirche
in Seelow.

 

Werner Otto
Ein Geschenk für die Stadt Berlin. Der Werner-Otto-Saal wird im
April 2003 im Konzerthaus Berlin eingeweiht. Mit Werner und Maren Otto freut sich Intendant Frank Schneider (M.).

 

Werner Otto

Ein wahr gewordener Traum – das restaurierte Belverdere.
Christina und Johannes Rau neben Werner Otto auf dem
Potsdamer Pfingstberg.

 

Der umgebaute Jungfernstieg ist wieder ein Prachtboulevard.

 

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