Werner Otto

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Werner Ottos Grundsätze

"Wer nur bei seinen Aufgaben stehen bleibt, wer nur in der gelernten Routine des einmal Erreichten verharrt, wer nicht von der Begeisterung für die Weiterentwicklung besessen ist, hat
es schwer bei uns. Denn wir bauen immer an der Zukunft."

"Natürlich darf man auch mal hinfallen im Leben. Aber niemals liegen bleiben."

"Der Vorgesetzte kann Mitarbeiter nur entwickeln, indem er ihnen verantwortliche Arbeiten übergibt, er kann ihre Selbstständigkeit nur fördern, wenn er ihnen Entscheidungsraum gibt."

"Leitende müssen sich entscheiden können und sollen nicht durch Dauersitzungen und ellen-
lange Exposees einen Schutzwall aufbauen. Solchen Leuten leuchtet immer die Angst vor Entscheidungen aus den Augen."

"Das Glück kann einem zwar die Hand reichen, aber für den Erfolg muss man selber sorgen."

"Wir brauchen keine Kaufleute für 100 Prozent optimale Leistungen. Ich brauche Kaufleute mit Schneid. Vorgesetzte sollen nicht zu Buchhaltern herabsinken, die sich an jedem Pfennig festklammern, sondern sollen die Geschicke der Firma leiten und daher etwas unternehmen – unternehmerisch sein."

"Jede Firma hat einen Charakter. Wenn der verloren geht, verschwindet auch der Erfolg."

"Derjenige, der glaubt, sein Ansehen und sein Gehalt wüchsen, wenn er Personal hortet, also mehr Leute unter sich hat, der irrt gewaltig, denn gerade das Gegenteil ist der Fall. Nicht die größere Belegschaftsstärke eines Ressorts ist entscheidend, sondern die größere Leistung. Die aber wird erreicht und gehalten durch Rationalisierung der Arbeit und Durchdenken der Arbeitsabläufe des Bereiches hinsichtlich Leistungsfähigkeit von heute und der ganz anderen Leistungserfordernis von morgen."

"Ich bin kein typischer Liberaler, aber ich bin progressiv."

"Wenn ich nachts durch den Betrieb gehen und entdecken würde, dass der Geldschrank offen steht und in ihm eine Million DM liegen, werde ich am nächsten Tag monieren, dass so etwas nicht wieder vorkommen sollte. Das gäbe einen kleinen Ärger, bedeutet aber keine Katastrophe. Aber wenn ich erleben sollte, dass man unsere Kundschaft schlecht behandelt, in der ein Wert von 50 oder 100 Millionen steckt, könnte man bei mir kein Verständnis finden."

"Menschen sind mir wichtiger als Bilanzen."

"Einen Menschen zu enttäuschen, sein Vertrauen zu verlieren, ist schlimmer als ein Umsatzverlust. Den materiellen Verlust kann man durch Tüchtigkeit ausgleichen, der immaterielle Schaden ist nie wieder gutzumachen."

"Man kann nicht immer nur an der Rechenmaschine sitzen."

"Bescheiden bin ich gar nicht, aber ich mache eben nicht so einen Rummel wie die anderen."

"Fehler wachsen wie Unkraut aus allen Fugen. Darüber braucht man sich gar nicht aufzuregen, man kann sachlich darüber reden. Ein Unternehmen ohne Fehler gibt es nicht – ein Handeln ohne Fehler gibt es auch nicht. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang."

"Die Shareholder-Value-Ideologie ist eine Pervertierung der sozialen Marktwirtschaft. Damit rutschen wir wieder in den Frühkapitalismus hinein."

"Die Bürokratie baut sich ständig von alleine auf; da wird getüftelt, werden unnötige Exposees erstellt, Sitzungen angeordnet, bei denen immer viele eingeladen sind, dabei wird um des Kaisers Bart gestritten. Dabei vergisst man den Kunden. Der Kunde aber ist der Maßstab aller Dinge. Wenn man den Kunden nicht kennt, hilft einem keine noch so aufwendige Analyse oder Statistik."

"Nur ein entferntes Ziel zwingt dazu, einen geraden Weg zu gehen. Wenn die Ziele zu dicht vor den Augen liegen, entsteht ein Zickzackweg. Das bedeutet, dass man eine viel längere Strecke zur Erreichung des gesteckten Zieles zurücklegen muss."

"Mich reizt nicht der Besitz. Mir fehlt das Bedürfnis nach einer Repräsentationskulisse."

"Wir sind zu bedächtig, zu vorsichtig, vielleicht auch zu pingelig. Die Amerikaner sind unwahrscheinlich optimistisch, nehmen alles leichter. Die Menschen lieben den Erfolg, auch wenn sie ihn nicht selber haben."

"Ich habe mich oft gefragt, warum gerade unser Versandhausunternehmen sich so gut entwickelt hat; in anderen Firmen wird auch fleißig gearbeitet. Ich glaube, es ist unsere innere Bereitschaft, für den Kunden wirklich das Beste zu tun, das Bemühen, selbst dem Mann am Fließband oder an der Elektronik klar zu machen, dass hinter jedem Auftrag ein Mensch mit seinen Wünschen und Hoffnungen steht."

"Eine Entscheidung wird nicht besser, wenn man sich zigmal zusammensetzt. Sie wird nur teurer."

"Ich schätze meine Kunden und bin der Ansicht, den Menschen, die mir ihr Geld bringen, die mir ihr Vertrauen schenken und die sich auf mich verlassen, muss ich auch entsprechend gegenübertreten; ich darf sie nicht enttäuschen. Es ist mir unverständlich, mit welcher Arroganz in manchen Geschäften die Inhaber dem Kunden gegenüber auftreten – so als sei es eine Gnade, dass der Kunde bei ihnen kaufen darf."

"Wir brauchen ein gesundes Gleichgewicht zwischen Stabsstellendenken und kaufmännischem Unternehmerdenken."

"Es ist unzweifelhaft, dass im Wirtschaftsleben eine Menge Ethik stecken muss. Es geht nicht um das reine Geldverdienen. Ich vertrete nachdrücklich die Ansicht, dass der Unternehmer eine Aufgabe zu erfüllen hat, dass er Freude an dieser Aufgabe haben und von dieser Aufgabe besessen sein muss. Wenn dann alles nach Plan läuft und funktioniert, ergibt sich automatisch der Gewinn."

"Zum guten Verkaufen gehören nur wenige Grundsätze. Außerdem gilt es, eine Einstellung zu besitzen, die sich nicht erlernen lässt: ein inneres Engagement für den Kunden. In manchen Einzelhandelsgeschäften vermisst man es. Ich glaube, einen guten Instinkt dafür zu haben, und prophezeite oftmals Geschäften aufgrund ihrer unzureichenden Bedienung ein baldiges Ende. Es ist dann fast immer eingetreten."

"Oft genug scheitern Unternehmer, die ihre Tätigkeit in erster Linie auf den Gewinn ausrichten, weil sie letzten Endes ihrem Unternehmen nicht die tragende Säule gegeben haben, die darin besteht, eine Grundsatzmoral zu haben, grundsätzlich bestimmte Auffassungen zu vertreten, sich an sie zu halten und sich von ihnen auch leiten zu lassen."

"Das einzelne Vorstandsmitglied muss mit seinen Entscheidungen bis an die Front einwirken können; sonst geht die Flexibilität verloren. Trotz Delegation und Selbstständigwerden der unteren Führungsgremien darf die Spitze nicht im Elfenbeinturm sitzen."

"Der Lebenswert muss dem Marktwert vorangestellt werden."

"Die gute Führung und Zusammenarbeit in einem Unternehmen ist die Basis des Erfolges. (...) Risikofreude, Beweglichkeit und Lernbereitschaft sind ganz wesentliche Faktoren, um in einem hart umkämpften Markt Anteile zu erobern und auszubauen."

"Die Marktforschung ist nicht dazu da, um uns selbst zu beweihräuchern und um uns ein ,sanftes Ruhekissen‘ zu verschaffen, sondern sie muss kritisch sein und muss treibend wirken, sonst brauchen wir die Kosten für die Marktforschung nicht auszugeben."

"Bürokratische Gängelei erstickt den Pioniergeist."

"Wenn man bedenkt, dass Menschen im Betrieb die meiste Zeit ihres Tages verbringen, ihr gesamtes Berufsleben auf den Betrieb abgestellt haben! Wenn man beobachtet, welchen Loslösungsprozess ein Mitarbeiter durchmacht, der in Pension geht! Es ist, als wenn er einen Teil seines Lebens zurücklässt. Damit weiß man um die große Verpflichtung, die man als Unternehmer den Mitarbeitern gegenüber hat."

"Die große Krise ist wahrscheinlich lebensnotwendig. Die Menschen werden wieder Respekt vor Fleiß und Einsatz bekommen müssen."

"Dass die Umweltverhältnisse in manchen Ländern noch schlimmer sind, befreit uns nicht von der Verpflichtung, die wir für unseren Lebensraum tragen, in dem unsere Nachkommen auch noch ein lebenswertes Leben führen wollen."

"Der Erfolg eines Unternehmens ist auf die Leistung und Dynamik von Menschen zurückzuführen, aber diese können nur positiv wirken, wenn sie die entsprechende Organisation und das dazugehörige Arbeitsklima haben."

"Umsatzdenken muss vor Kostendenken gehen."

"Zur sozialen Marktwirtschaft zähle ich nicht nur das gesellschaftliche Engagement, beispielsweise in Form von Spenden für wohltätige Zwecke. Sie beginnt bereits, wenn ein kleiner Unternehmer in wirtschaftlich schwieriger Zeit versucht, sich und seine Mitarbeiter über Wasser zu halten. Und dazu gehört auch, wenn ein erfolgreicher Unternehmer Überschüsse reinvestiert, anstatt sie dem Unternehmen zu entziehen."

"Die Menschen werden heute nicht mehr so gefordert wie früher. Das gibt ihnen vielleicht zu viel Raum nachzudenken und zu zweifeln."

"Wer führen will, muss Autorität ausüben. Das kann nur der, der von seiner Aufgabe überzeugt ist und andere überzeugen kann; der aus seiner Überzeugung heraus gerecht urteilt und der von seiner Persönlichkeit her selbstsicher ist und den Mut besitzt, ein gerechtes Urteil schnell in Entscheidungen umzusetzen."

"Nicht nur an Umsatzzahlen und Produktionsziffern wird der moderne Unternehmer gemessen, sondern immer mehr auch daran, was er aus sozialer Verantwortung heraus bereit ist, für die Gesellschaft zu tun."

"Mut und Entscheidungsfähigkeit bestimmen das Schicksal."

"Wer die Begeisterungsfähigkeit und den Gestaltungswillen mitbringt, der sollte sich selbstständig machen. Er hat als Unternehmer – gleich dem Künstler – allen anderen Berufen eines voraus: die Freiheit der Gestaltung."

"Expansion ist nur möglich, wenn man Maß halten kann. Wenn es mal brenzlig wird, muss man noch bremsen können. Das ist man auch den Mitarbeitern schuldig."

"Man muss Körper und Geist trainieren. Wenn man das nicht tut, keine neuen Aufgaben vor sich hat, dann verliert man."

"Da ist zum Beispiel die Fairness gegenüber unseren alten Mitarbeitern. Den Mitarbeitern, die neu bei uns sind, möchte ich sagen, dass ich darauf ganz besonderen Wert lege. Wir haben keine Pfründe für die alten Mitarbeiter. Ich muss Ihnen aber sagen, der Geist, der in diesem Unternehmen steckt, wird zum großen Teil durch diese Mitarbeiter getragen."

"Wir brauchen eine neue Philosophie, eine neue Besessenheit. Im Konsum liegt nicht alles, wir müssen auch an andere Dinge denken. Wir brauchen eine neue Verinnerlichung."

"Nicht nur an Umsatzzahlen und Produktionsziffern wird der moderne Unternehmer gemessen, sondern immer mehr auch daran, was er aus sozialer Verantwortung heraus bereit ist, für die Gesellschaft zu tun."

Zeitgenossen über Werner Otto

 

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